Erwartungen klären

Ein neuer Mitarbeiter wurde eingestellt. Was Sie bisher von ihm beobachten und von den Kollegen hören ist so „mittel“ - ganz zufrieden sind Sie nicht, aber bei der Flaute auf dem Arbeitsmarkt muss man mit „mittel“ ja schon zufrieden sein – oder? Nun ja – jein.

Womit sind Sie denn zufrieden? Steht das irgendwo? Hat sich irgendwann mal irgendwer auf irgendetwas in dieser Hinsicht geeinigt?
Oft sitzen die Ansichten darüber etwas diffus in der Unternehmenskultur und ob sich tatsächlich alle darüber einig sind, steht auf einem anderen Blatt.

Die latente Unzufriedenheit ist eine gute Gelegenheit, das mal zu ergründen und weitgehend festzulegen:

  • Was erwarten wir voneinander sowohl in fachlicher Hinsicht als auch in der Interaktion im Team?

  • Wen suchen wir als neuen Mitarbeiter? Wo soll er unterstützten? Was soll er bewirken? Welches Problem soll er lösen?

Wenn dann ein Neuer anbeißt, kommunizieren Sie die konkreten Erwartungen! In den seltensten Fällen ist der Neue fertig gebacken. Sehen Sie das als Chance, die Fachkraft nach den Erfordernissen der Firma zu entwickeln. Jemand, der schon alles kann, lässt sich manchmal nicht gern auf neue Bedingungen ein.

Eine Chance zum Lernen, nicht nur für den Neuen, sondern für alle Beteiligten. Entdecken Sie ein Leuchten in den Augen, dann nutzen Sie diese Energie. Hören Sie sich die Erwartungen des Kandidaten an! Will der was lernen, dann los! Stellen Sie ihm einen Mentor zu Seite und ermuntern Sie den Mentee, viele Fragen zu stellen. Nutzen Sie so das Potential des Neuen und legen Sie durch die neuen Interaktionen neues Potential in ihrem Team frei.

Auf den Punkt gebracht:

  • Klären Sie die Erwartung an alle Teammitglieder

  • Legen Sie gemeinsam mit dem Team einen Standard für den Umgang miteinander fest

  • Kommunizieren Sie die Erwartungen an einen neuen Mitarbeiter als Lernziele und als Verhaltens-Leitbild

  • Haben Sie ein offenes Ohr für seine Erwartung und nutzen Sie deren Erfüllung als Chance zur Weiterentwicklung des Teams

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3 Wege zu mehr Unternehmerzeit

Volle Auftragsbücher, viel zu tun an allen Fronten, zu wenig Mitarbeiter, keine Zeit. Ein Luxusproblem, aber ja, ein Problem. Wir können das ändern, ohne finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Änderungen sind immer anstrengend. Um etwas Leichtigkeit beizumischen, hier drei Anhaltspunkte:

1. Kenne dein „Warum“!

Die Frage nach dem Warum ist der Dreh- und Angelpunkt des motivierten Handelns. Unser Warum/unsere Vision verbindet uns mit der Welt, mit etwas Größerem.

2. Sei im Dialog

Mit dir selbst – horche in dich hinein – Ist der Weg richtig? Ist es noch das aktuelle Warum?

3. Bleib neugierig!

Unbekanntes stecken wir oft in irgendeine Schublade, ohne genug darüber zu wissen. Wir interpretieren und bewerten und nehmen uns damit die Möglichkeit, das volle Potenzial erkennen.

Wikinger- Gesetze

Wann immer Norweger bestimmte Verhaltensweisen an sich nicht so ganz erklären können, sehen sie die Ursache in ihren Vorfahren, den Wikingern. Das ist durchaus eine wertvolle Ressource, wirft man einen Blick auf überlieferte Wikinger-Gesetze:

1. Sieh Möglichkeiten!

2. Bring Sieger hervor!

3. Sei mutig!

4. Verteile Lob!

5. Denk positiv!

6. Übernimm Verantwortung!

7. Setze auf Bildung und Forschung!

8. Stell dich Neid und Faulheit entgegen!

9. Fang heute an!


Man spürt förmlich die positive Energie, die in diesen 9 Handlungsanweisungen steckt. Man findet sie heute in vielen norwegischen Unternehmen als konkrete Leitsätze wieder, die vielerorts von allen Beteiligten konsequent eingehalten werden.

5 Tipps, die den Arbeitsalltag mit einem schwierigen Chef leichter machen

Nach Inspiration von Dorothy Tannahill-Moran

Die meisten Chefs in unserer Arbeitswelt haben ihr Leiter- Handwerk nicht gelernt.

Hast du schon einmal miterlebt, wie Leiter gesucht und angestellt werden? In den wenigsten Fällen nimmt man sich genug Zeit, den richtigen Bewerber auszuwählen. Oft nimmt man den, der das Betriebsfach mit am besten beherrscht und nicht so richtig „nein“ gesagt hat oder einen Egomanen, von dem man hofft, er kann die gewünschten Zahlen erreichen.

Das sind nur zwei Beispiele, Fakt ist, dass nicht genug Leiter über die nötige Leiterkompetenz verfügen. Noch viel zu wenige Organisationen investieren in die Schulung ihrer Führungskräfte. Dabei ist Leiter sein ein sehr komplexes Feld.

Bis diese Erkenntnis zur Mehrzahl der Firmen durchdringt, machen schlechte Chefs oft ihren Mitarbeitern den Alltag schwer.

5 Dinge, über die du mit deinem neuen Chef reden solltest

Glückwunsch zum neuen Job!

Große Freude und gleichzeitig ist es spannend jetzt. Reicht meine Ausbildung und Erfahrung aus für die Aufgaben? Wie sind die Kollegen drauf? Komme ich gut ins Team rein? Wie wird das Verhältnis zum Chef sich gestalten?

Das meiste klärt sich mit der Zeit, sicher. Eine aktive Rolle in dem Prozess zu übernehmen, reduziert die Unsicherheit beträchtlich.

Wie kann man das angehen? Am besten im Dialog mit dem Chef.